by Karl Stieler (1842 - 1885)
Herbstlied
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Language: German (Deutsch)
Es ist die bunte Flur gebleicht, Es ist der Wald so rot, Schwer ist die Luft, der Vogel schweigt, Da sterbend die Natur geneigt Ihr welkes Haupt dem Tod. Nicht aus der vollen heissen Pracht Durft schmerzlos sie vergehn, Nein, langsam in der kalten Nacht Durchbebte sie des Todes Macht Mit ihren tiefsten Wehn. Wohl fühl ich, da ihr Auge bricht, Sie wird einst auferstehn, Von neuem kommt das Frühlingslicht, Doch komm auch ich? -- Ich weiss es nicht Werd ich es wiedersehn?
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Text Authorship:
- by Karl Stieler (1842 - 1885), written 1861, appears in Zwölf Stimmen aus einem jungen Herzen, gewidmet meiner guten Mutter zum Geburtstag, 13. Dezember 1861, no. 10 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2009-05-19
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