by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
Georg von Frundsberg
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Language: German (Deutsch)
Hast du den Frundsberg nie geseh'n? Der kann Kalender machen, der weiß, was heuer soll gescheh'n, der leitet alle Sachen. Frisch auf, ihr Landsknecht' insgemein in allen deutschen Kreisen, den alten Frundsberg hübsch und fein zu singen und zu preisen! Er hat ein Häublein aufgesetzt voll Pfaffenlist und Witze, er hat sein Schwertlein wohl gewetzt, die Schneide wie die Spitze. Er hält das Reich in seinem Arm wie's Kindlein zu der Taufe, und tät' er's nicht, dass Gott erbarm', so läg's gleich in der Traufe. Wie stattlich er zu Rosse sitzt voll Kraft und Gottvertrauen! Seht doch, wie ihm sein Auge blitzt aus seinen dunklen Brauen! Ein frischer Sommer geht daher mit Trommeln und mit Pfeifen. Den Frundsberg greift's an seine Ehr', er lässt sein Völklein streifen. Wohlauf und drauf! Die Welt ist sein! Er hat das Glück im Ranzen. D'rum muss auch alles, Groß und Klein, nach seiner Pfeife tanzen. Und wer doch wohl das Lied erfand? Das hat ein Knab' gesungen, der ist aus seiner Mutter Hand dem Frundsberg nachgesprungen.
L. Lenz sets stanzas 1-6
Confirmed with Dr. Heinrich Gerstenberg (Hrsg.), Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke, 3. Bd.: Lyrische Gedichte, Berlin, 1891.
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Georg von Frundsberg" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Johann Winkler
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