by Christian Schreiber (1781 - 1857)
Wein und Liebe
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Chor der Tänzer. Leicht auf der Töne melodischen Weisen, Schwebt der geflügelte Reigen dahin. In der Vereinigung frölichen Kreisen Waltet der Liebe harmonischer Sinn. Chor der Zecher. Wir sitzen beim lustigen Becherklang, Wir feiern den heiligen Rundgesang -- Und laut in dem schimmernden Saal Ertöne der goldne Pokal. Chor der Tänzer. Laßt uns der holden Begegnung erfreuen, Webte nicht Amor den luftigen Kranz? Ihn zu dem Bunde des Schönen zu weihen, Schuf nicht die Charis den lieblichen Tanz? Chor der Zecher. Doch Götter auch zeugten den Traubensaft, Und würzten die Anmuth mit Himmelskraft; Drum laßt uns beim funkelnden Wein Uns göttlicher Gaben erfreun! Chor der Tänzer. Liebend, wie Welle zu Welle sich schmieget, Bindet und schließt sich die magische Bahn; Leise, wie Zephyr auf Blüthen sich wieget, Schwebt die gefallige Freude voran. Chor der Zecher. Die Freude kränzet uns den Labewein, Umstrahlt uns die Lippen mit Aetherschein, Mit himmlischem Zauber erfüllt Die Herzen ihr seeliges Bild. Chor der Tänzer. Wie sich die wechselnden Reihen verweben, Fliehend umfaßt sich die schwebende Hand; Also verknüpft sich zum Einklang das Leben, Schön ist der Menschen geheiligtes Band. Chor der Zecher. Wir ehren die Eintracht beim Becherklang, Sie rühme der heilige Rundgesang; Und laut in dem schimmernden Saal Ertöne der goldne Pokal.
H. Nägeli sets stanzas 1-2, 5-8
Text Authorship:
- by Christian Schreiber (1781 - 1857), "Wein und Liebe", appears in Gedichte, first published 1805 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2010-06-22
Line count: 40
Word count: 216