by Henriette Ottenheimer (1807 - 1883)
Lüfte des Himmels, wo ziehet ihr hin?
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Language: German (Deutsch)
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Lüfte des Himmels, wo ziehet ihr hin? Wir schweben und weben Ein fröhliches Leben-- In Blättern zu wühlen, Die Stirne zu kühlen, Mit Blumen zu spielen-- So säuseln wir linde herab und herauf, Und enden im Aether den spielenden Lauf. Wogen des Stromes, wo ziehet ihr hin? Wir rauschende Wellen Versinken und schwellen, Wir küssen Gestade, Und locken zum Bade, Verschlungene Pfade, Sie führen uns endlich zum Ziele daher, Wir finden die Ruhe, die Ruhe im Meer. Sehnsucht im Busen, wo ziehest du hin? Hinauf zu den Sternen In himmlischen Fernen, Durch endlose Weiten, Laß träumrisch mich gleiten, Ohn' Grübeln und Deuten-- So schwebe ich lächelnd der Ewigkeit zu, Und finde dort oben, nur oben erst Ruh.
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View text with all available footnotesConfirmed with Geschichtliche Uebersicht der deutschen Nationalliteratur mit Hinblick auf die gleichzeitigen Kunstbestrebungen, Ein Handbuch für den Unterricht in Töchterschulen und zur Selbstbelehrung von Dr. Friedrich Wernick, Gotha: Verlag von Hugo Scheube, 1856, page 1003
Text Authorship:
- by Henriette Ottenheimer (1807 - 1883), "Beispiel" [author's text checked 1 time against a primary source]
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