by Johann Stephen Schütze (1771 - 1839)
Wiegenlied
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Language: German (Deutsch)
Schlaf in guter Ruh, Tu die Äuglein zu, Höre, wie der Regen fällt, Hör, wie Nachbars Hündchen bellt: Hündchen hat den Mann gebissen, Hat des Bettlers Kleid zerrissen, Bettler läuft der Pforte zu, Schlaf in guter Ruh. Still, mein süßes Kind, Hu! wie weht der Wind. Häschen, Häschen spitzt das Ohr, Sieht aus langem Gras hervor: Jäger kommt im grünen Kleide, Jagt das Häschen aus der Weide, Häschen läuft geschwind, geschwind, Schlaf', mein süßes Kind. Bettchen schön und nett, Schlaf' im schönen Bett; Hühnchen sucht bei Scheun' und Stall, Sucht im Hof und überall, Bald muß Katz' und Hund sich regen, Kann das warme Ei nicht legen; Wenn's doch so ein Lager hätt', Kind, ein weiches Bett. Schlaf die Wänglein rot, Hast noch keine Not. Täubchen fliegt auf Feld und Flur, Fliegt und sucht ein Körnchen nur: ach! die Kleinen, still und bange, Sprechen: »Mutter bleibt so lange«, Mutter bleibt bis Abendrot: Schlaf, hast keine Not. Kannst nur ruhig sein, Bettler kehrt schon ein. Häschen schläft im Stacheldorn, Hühnchen legt das Ei in's Korn, Täubchen schnäbelt seine Jungen, Vöglein hat nun ausgesungen, Still ist Alles, groß und klein, Schlaf nur ruhig ein.
W. Taubert sets stanzas 1-2, 4-5
F. Kücken sets stanzas 1-2, 4-5
Confirmed with Gedichte ernsten und scherzhaften Inhalts von St. Schütze, Berlin: in der Vereins-Buchhandlung, 1830. Appears in Lieder, pages 24 - 26.
Note: the Kücken score has a typo in stanza 4, line 4, word 1: "Flieht" appears instead of "Fliegt"
Text Authorship:
- by Johann Stephen Schütze (1771 - 1839), "Wiegenlied", appears in Gedichte ernsten und scherzhaften Inhalts von St. Schütze, in Lieder, Berlin: in der Vereins-Buchhandlung, first published 1830 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2010-12-05
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