by Karl Friedrich Müchler (1763 - 1857)
Freundlich glänzt an stiller Quelle
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Freundlich glänzt an stiller Quelle, Wie des Mondes Silberlicht, Eine Blum' in Ätherhelle, Ihren Sinn verkenne nicht. Schimmernd, wie des Himmels Bläue, Wenn ihn kein Gewölk umflicht, Ist es ein Symbol der Treue, Das zum Herzen tröstend spricht. Mild, wie deiner Augen Sterne, Wie verklärter Unschuld Licht, Ruft es warnend aus der Ferne: Ach vergiß, vergiß mein nicht! Wenn des Abschieds Zähren fließen, Trennt uns das Gebot der Pflicht, Mög' es deinem Pfad entsprießen, Bittend: ach, vergiß mein nicht! Doch, geliebtes Mädchen, höre, Was aus jedem Blättchen spricht; Ach, sein Thau ist eine Zähre, Und sie seufzt: vergiß mein nicht!
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Karl Friedrich Müchler, Selam oder die Sprache der Blumen, zweite verbesserte und vermehrte Auflage, Berlin: E. H. G. Christiani, 1823, page 453.
Text Authorship:
- by Karl Friedrich Müchler (1763 - 1857), "Das Vergißmeinnicht", appears in Selam oder die Sprache der Blumen [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2018-07-14
Line count: 20
Word count: 108