by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Gute Stunde
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Wie ward es tief in mir so stille! Der Tage Wandeln rührt mich kaum. Der Lärm der Zeit, der Menschen Wille Geht mir vorüber wie ein Traum. Doch drinnen ist es warm und helle, Es lauscht die Seele ungestört In sich hinein, daß sie die Welle Des eignen Wohllauts fluten hört. Als wie aus Flammen neu geboren, So spielt das Herz mir frisch und rein: Vergessen ist, was ich verloren, Und was ich liebte, dennoch mein. Es hat der Jugend süß Gedenken Sich wie ein Himmel aufgetan, Und schön mit seiner Huld Geschenken Erscheint der Gott und rührt mich an.
View text with all available footnotes
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Gute Stunde", appears in Juniuslieder [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler
This text was added to the website: 2012-04-04
Line count: 16
Word count: 101