by Anonymous / Unidentified Author
Flucht der Zeit
Language: German (Deutsch)
Mit eisernen Armen entführt das Geschick der Blütezeit wonnige Tage, und nimmermehr ruft sie die Sehnsucht zurück und nimmer die Stimme der Klage. Nie kehrt, was im Meer der Vergangenheit ruht, herauf an das Licht aus dem Dunkel der Flut. Die Quellen der Freude entspringen uns kaum, so sind sie schon wieder verronnen; mit Schmetterlingsflug wie ein rosiger Traum entfliehen die Freuden, die Wonnen. Und schnell wird, wie Hesperus' Gluten verglüh'n, die fröhliche Blüte der Wangen verblüh'n. D'rum haschet Minuten, die flüchtigen flieh'n, sie wollen nicht rasten, nicht weilen, und pflücket die Blumen, die lieblich noch blüh'n, der Schnitter wird bald sie ereilen. Die Stimme der Freude, die freundlich uns ruft, dringt nicht in die Tiefe der schaurigen Gruft.
Text Authorship:
- by Anonymous / Unidentified Author [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Johann Baptist Gänsbacher (1778 - 1844), "Flucht der Zeit" [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-06-04
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