by Hermann Friedrich Wilhelm Karl Müller (1819 - 1889), as Otfried Mylius
Die Kaiserblume
Language: German (Deutsch)
Unser Kaiser liebt die Blumen, denn er hat ein zart Gemüt, doch vor allen liebt er eine, die in keinem Garten blüht. Nicht nach Rosen steht sein Sehnen, draußen pflückt er auf dem Feld eine kleine blaue Blume, die er für die schönste hält. Herrlich strahlt das Grün der Hoffnung, und die Unschuldsfarb' ist weiß, duch das Blau, das ist die Treue, die im Herzen glühet heiß. Volkes Treu' und Volkes Liebe, wie erhebend fürs Gemüt, diese eine blaue Blume unserm Heldenkaiser blüht. Achtung vor dem deutschen Krieger, der so großes hat vollbracht, der sich stets bewies als Sieger, Deutschland einig hat gemacht. Treu ergeben ihrem Kaiser uns're Landwehr steht und fällt; sie ist eine blaue Blume, welche immer Farbe hält. Unvergesslich bleibt Luise, Preußens Stolz und lichter Stern; sie trug einst die blaue Blume als den schönsten Schmuck so gern. Darum hat der Sohn, der edle, sie als Liebling sich erwählt, weil die Liebe zu der Mutter inniglich sein Herz beseelt.
Text Authorship:
- by Hermann Friedrich Wilhelm Karl Müller (1819 - 1889), as Otfried Mylius [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Alwin Theodor Heynke (1838 - 1885), "Die Kaiserblume", published c1884 [ voice and piano ], Offenbach: Johann André
Score: IMSLP [external link]  [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-09-12
Line count: 32
Word count: 162