by Johann Jakob Ignaz Sendtner (1784 - 1833)
Soldatenliebe
Language: German (Deutsch)
Dort, wo die Zelte fern im Tale sich heben aus dem finster'n Grau'n, dort kannst du wärmend sich am Strahle des Feu'rs die Kampfgenossen schau'n. Ich komm' zu dir, mein teures Leben, um nur noch einmal dich zu seh'n, um frohe Kunde dir zu geben, wie siegreich uns're Fahnen weh'n. Ein schönes Los ist uns beschieden, ein Los, des Heldentodes wert: Der Welt den lang' ersehnten Frieden kühn zu erringen mit dem Schwert! Der schöne Geist der Ritterzeiten ist neu in uns'rer Brust erwacht, denn heiß entflammt uns, wenn wir streiten, der Liebe hohe Göttermacht. Umhüllt vom Staub und Pulverdampfe und donnernd vom Geschütz umhallt empfand auch ich im heißen Kampfe, o Liebe, deine Allgewalt! Ja, jedem Streben gibst du Flügel, rasch zu vollenden seinen Lauf; jedoch das schönste deiner Siegel drückst du dem Heldenmute auf!
Text Authorship:
- by Johann Jakob Ignaz Sendtner (1784 - 1833) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Peter Joseph Lindpaintner (1791 - 1856), "Soldatenliebe" [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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Word count: 136
