by Karl Heinrich Grumbach (1790 - 1851)
Abendgesang an meine Mutter
Language: German (Deutsch)
In Purpurgluten lischt der Tag und geht zu seiner Ruh', und leise decket Lust und Plag' die braune Dämm'rung zu. Das Leben, noch vom Schweiß fast warm, sinkt matt der Mutter in den Arm. Schlaf süß! Vom fernen Walde tönt Gesang so heimlich still und traut, wie leis' gedämpfter Bienenklang und zarter Harfenlaut. Das ist der Liebe Weiheton, die lockt zur süßen Feier schon. Schlaf süß! Die ihr getragen hart und schwer des Tages Hitz' und Last, umringt vom schwarzen Sorgenheer, vom tiefen Weh' erfasst: In Mohnduft rinnt der Gram dahin, ein holder Traum klärt Brust und Sinn! Schlaf süß! Geht, Engel, weht mit heil'ger Hand den Zauber reiner Ruh' und drückt, den sel'gen Höh'n entsandt, die müden Augen zu und flüstert Friedenstraum und Lust in jede wundgedrückte Brust! Schlaf süß!
Text Authorship:
- by Karl Heinrich Grumbach (1790 - 1851) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Eduard Tauwitz (1812 - 1894), "Abendgesang an meine Mutter" [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-10-24
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Word count: 131
