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Drei Lieder , opus 1

by (Carl Franz) Edmund Kretschmer (1830 - 1908)

1. Was kümmerts mich  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Was kümmert's mich, ob trüb und grau
Die Wolken niederhangen,
Und alle Pracht der Himmelsau
Für immer scheint vergangen!
  Was kümmert's mich! Ich wandre zu,
Ich wandre zu in heitrer Ruh,
Und laß mich's nicht grämen, noch schmerzen!
  Die Liebe voll Wonne,
  Die freundlichste Sonne,
Die Liebe lacht mir im Herzen!

  Was kümmert's mich, ob trauern auch
Die Fluren aller Enden,
Kein Blümlein wagt, den süßen Hauch 
Vor Sturm und Frost zu spenden! 
  Was kümmert's mich! Ich träume zu,
Ich träume zu in heitrer Ruh,
Und laß mich's nicht grämen, noch schmerzen!
  Die Liebe mit Schimmern
  Und Duften und Flimmern,
Die Liebe blüht mir im Herzen!

  Was kümmert's mich, ob rings der Traum
Des Frühlings schon zerstoben,
Kein Vöglein, ach! vom Blüthenbaum
Den armen Lenz mag loben!
  Was kümmert's mich! Ich singe zu,
Ich singe zu in heitrer Ruh,
Und laß mich's nicht grämen, noch schmerzen!
  Die Liebe wie Glocken,
  Mit lautem Frohlocken,
Die Liebe klingt mir im Herzen!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Was kümmert's mich!", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 225

See other settings of this text.

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 198-199.


2. Dein Auge

Language: German (Deutsch) 
— This text is not currently
in the database but will be added
as soon as we obtain it. —

Text Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

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3. Diebstahl  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Mädel trug des Wegs daher
Einen Korb [voll]1 Blüten,
Knabe schlich sich hinterher,
 -- Mädel kann sich hüten! --
Denn der Knabe, der war keck,
Stahl die schönsten Blüten weg.
  O du böser Knabe!

Knabe läuft und bringt nach Haus
Die gestohlnen Blüten;
Doch mit Lachen war es aus,
-- Knabe kann sich hüten! --
Denn ein Schelm das Mädel war,
Stahl ihm seine Ruhe gar,
  O du böses Mädel!

Drauf, als sie sich wieder sah'n,
Wie sie beid' erglühten!
Schleicht der Knabe sich heran,
-- Mädel kann sich hüten! --
Und eh' sie es [nur]2 geglaubt,
Hat er Kuß auf Kuß geraubt.
  O du böser Knabe!

Mädel mußt' sich fügen drin,
Denn mit Kuß und Blüten
Ging auch Herz und Hand dahin,
-- Konnt' sich nicht mehr hüten! --
Und so stahlen, auf mein Wort,
Beid' am Ende selbst sich fort.
  [Liebe]3 machet Diebe!

Text Authorship:

  • by Robert Reinick (1805 - 1852), "Diebstahl", appears in Lieder, in Romanzen und Balladen [formerly Bilder], first published 1844

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P Rosewall) , copyright © 2022, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Behrens: "mit"
2 Behrens: "noch"
3 Blodek: "Oh Liebe"

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