LiederNet logo

CONTENTS

×
  • Home | Introduction
  • Composers (20,849)
  • Text Authors (20,850)
  • Go to a Random Text
  • What’s New
  • A Small Tour
  • FAQ & Links
  • Donors
  • DONATE

UTILITIES

  • Search Everything
  • Search by Surname
  • Search by Title or First Line
  • Search by Year
  • Search by Collection

CREDITS

  • Emily Ezust
  • Contributors (1,129)
  • Contact Information
  • Bibliography

  • Copyright Statement
  • Privacy Policy

Follow us on Facebook

Die Jahreszeiten. Liedercyclus von Friedrich Oser mit verbindendem Texte von H. Zeise , opus 26

by Cornelius Gurlitt (1820 - 1901)

Translations available for the entire opus: ENG

1. Frühlingsahnung  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Ein Windstoß kommt heran gebraust,
  Von wannen? Von wannen?
Horch, wie er durch die Wipfel saust,
  Der Tannen! Der Tannen!
Ein schriller Laut [nur]1! -- still ist's wieder
Und rieselnd fällt der Reif hernieder.
Was war's, was war's mein liebes Thal?
  Heute zum allerersten Mal
Will deinen Gründen
Der Lenz sich künden,
Bald sausen und brausen die Stürme mit Macht,
Und der Frühling, der Frühling erwacht.
 
Ein Lichtstrahl flammt am Himmel hell,
  Von wannen? Von wannen?
Sieh', wie die Wipfel glüh'n zur Stell
  Der Tannen, der Tannen!
Ein jäher Schein [nur]1! -- dunkel wieder
Und [traurig]2 schaut der Himmel nieder.
Was war's, was war's mein liebes Thal?
  Heute zum allerersten Mal
Will deinen Gründen
Der Lenz sich künden,
Bald [leuchtet und flammet die Sonne]3 mit Macht,
Und der Frühling, der Frühling erwacht.
 
Der Schnee floh [auf]4 den Bergen schon
  Von dannen, von dannen,
Tiefschwarz dem Winter [sprechen]5 Hohn
  Die Tannen, die Tannen.
Noch wenig Zeit nur! -- Vogellieder
Erschallen froh und freudig wieder.
Glück auf, Glück auf, mein liebes Thal!
  Heute zum allerersten Mal
Will deinen Gründen
Der Lenz sich künden,
Bald rauschen und schäumen die Bäche mit Macht,
Und der Frühling, der Frühling erwacht.

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Frühlingsahnung", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 1

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P Rosewall) , "An inkling of spring", copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission

View text without footnotes

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser. 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 3-4.

1 Schläger: "nun"
2 Schläger: "trübe"
3 Schläger: "sausen und brausen die Stürme"
4 Schläger: "von"
5 Schläger: "sprachen"

2.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Nun fangen die Weiden zu blühen an,
  Jauchze, mein Herz! 
Schon zwitschert ein Vögelein dann und wann, 
  Jauchze, mein Herz! 
Und ist's auch der holde Frühling noch nicht 
Mit dem schönen Grün und den Blüthen licht, 
  Wer weiß, über Nacht
  Kommt er mit Macht,
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze nur, jauchze, jauchze mein Herz! 

Weiß rauschen die Bächlein hinab in's Thal,
  Jauchze, mein Herz! 
Viel muthiger lacht schon der Sonne Strahl, 
  Jauchze, mein Herz! 
Und liegt auch noch in den Furchen der Schnee,
Und thäte der Reif dem Frühling noch weh, 
  Wer weiß, über Nacht
  Kommt er mit Macht,
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze, nur jauchze, jauchze mein Herz! 

Fürwahr, schon spürt' ich ein Lüftchen lau, 
  Jauchze, mein Herz! 
Am Borde gar nicket ein Blümchen schlau,
  Jauchze, mein Herz! 
Und schwimmt auch noch auf den Seeen das Eis,
Und wartet der Frühling noch kluger Weis,
  Wer weiß, über Nacht 
  Kommt er mit Macht, 
  Und bald mit all seiner Lust und Pracht,
Jauchze nur, jauchze, jauchze mein Herz!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Nun fangen die Weiden zu blühen an!", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 12

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 14-15.


3.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Der Schnee ist vergangen, der Winter ist weg.
  Hervor, ihr Blumen, hervor! 
Märzglöckchen und Veilchen im Dornengeheg, 
Masliebchen und Primeln am Wiesensteg,
  Hervor, ihr Blumen, hervor!

Der Himmel lächelt hernieder so blau,
  Heraus, ihr Knospen, heraus!
Die Lüfte wehen so lieblich und lau,
Und drunten am Bache grünet die Au,
  Heraus, ihr Knospen, heraus!

Der Frühling will kommen gar bald, gar bald,
  Heran, ihr Vögel, heran! 
Kommt, singet ihm, daß es schallt und hallt, 
Und bauet das Nest im luftigen Wald,
  Heran, ihr Vögel, heran!

Auf! freue dich mit, du Menschenkind,
  Hinweg, ihr Sorgen, hinweg! 
Heraus aus dem Haus geschwind, geschwind, 
Und sing mit dem fröhlichen Merzenwind:
  Hinweg, ihr Sorgen, hinweg!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Frühlingsanfang", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 18

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 19-20.


4.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Frischer, tauiger Sommermorgen,
[O wie erquickend dein]1 Antlitz mir lacht! 
Tief [noch im]2 rauschendem Walde verborgen 
Sind schon die [Vögel]3 jubelnd erwacht. 

Fern aus dem Moose wie duften die Rosen, 
Wie an dem Waldrand die Blumen der Au! 
[Und mit den goldenen Halmen]4 wie kosen 
Neckisch die Lüfte, blitzet der Thau!

[Ach, und wie]5 leuchtet das Grün aus dem Thale,
[Glänzet der Fluß]6 aus felsiger Kluft!  
[Schimmern die]7 Höhen in rosigem Strahle, 
Hold [umschleiert von bläulicher Luft!]8

Und hoch oben in weißem Gewimmel 
Ziehen dahin vor dem lustigen Wind 
Eilig die letzten Schäfchen am Himmel, 
Bis sie im Blauen verschwunden sind. --

Labende Kühle, leuchtender Schimmer, 
Sink' und blink mir in's Herz herein, 
Und aus dem Liede, du Thaugeflimmer, 
Strahl' in blitzendem Wiederschein!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Sommermorgen", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 83

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Summer morning", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

View text without footnotes

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 73-74.

1 Hauptmann: "Wie dein erquickend"
2 Hauptmann: "in dem"
3 Hauptmann: "Vöglein"
4 Hauptmann: "Schau, mit den goldenen Ähren"
5 Hauptmann: "O wie uns"
6 Hauptmann: "Blinket der Strom"
7 Hauptmann: "Schwindelnde"
8 Hauptmann: "umschleiert, schwebend in Duft!"

5.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du! 
Ist es dein Grün?
Ist es dein heimlich Dunkel? 
Dein buntes Blühn?
Das irre Sonngefunkel? 
  Daß ich auf's neu stets freudetrunken 
  In deinen Zauber steh' versunken.
    Wer mag es sagen?
    [Wer's]1 [je]2 erfragen?
  [Nur singen]3 muß ich immerzu:
    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!

    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!
Ist es dein Duft?
Ist's deiner Büsche Wallen?
Die kühle Luft,
Sind's deine hohen Hallen?
  Daß es mich immer, immer wieder
  Zu dir, Geliebter, zieht hernieder.
    Wer mag es sagen,
    Wer's [je]2 erfragen?
  [Nur singen]3 muß ich immerzu:
    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!

    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!
Ist's dein Gesang?
Ist's deiner Tannen Sausen?
Dein Klagen bang?
Der alten Eichen Brausen?
  Daß Heimweh [gleich]3 mich will erfassen,
  Muß ich, o Trauter, dich verlassen.
    Wer mag es sagen
    Wer's [je]2 erfragen?
  [Nur singen]3 mich ich immerzu:
    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!

    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!
Ist's Majestät?
Ist's heimisch trautes Wesen,
Was dich durchweht,
Dich macht so auserlesen?
  Daß jauchzend dich des Sängers Lieder
  Lobpreisen immer, immer wieder!
    Wer mag es sagen,
    Wer's [je]2 erfragen?
  [Nur singen]3 muß ich immerzu:
    O Wald, o Wald,
    Wie ewig schön bist du!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Waldlied", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 85

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

View text without footnotes

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 75-76.

1 Reinecke: "Wer"
2 Rohde: "zu"
3 Rohde: "Nein, singen"
3 Rohde: "bald"

6.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Über den Hügeln hin
Ziehen die Wolken sacht,
Um zu verschwimmen dort
Sanft in des Abends Pracht,
  O wie so schön, so ruhig schön
Ziehn sie dahin an des Himmels Höhn!
  Herz, mein Herz, flieg' auf auch du,
Gebe Gott dir Ruh,
[Und heiteren, himmlischen Frieden dazu]1!

  Über die Fluren sieh
Schwirren die Vöglein, husch!
Suchen des Nestes Flaum
Tief in dem Blüthenbusch.
  O wie so schön den Wald entlang
Hallet und schallet ihr Abendsang!
  Herz, mein Herz, flieg' auf auch du,
Gebe Gott dir Ruh,
[Und freudiges, stilles Vertrauen dazu]1!

  Droben am Himmel nun
Blitzet ein Sternlein schon,
Als hätt's gelauscht von fern,
Horch, auf der Glocken Ton.
  O wie schön, so mild und schön
Lacht es herab von den blauen Höhn!
  Herz, mein Herz, flieg' auf auch du,
Gebe Gott dir Ruh,
[Und seliges, fröhliges Hoffen dazu]3!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Abendruhe", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 116

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Evening rest", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

View text without footnotes

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 104.

Confirmed with "Mancherlei Gaben und ein Geist." Homiletische Vierteljahrsschrift für das evangelische Deutschland, Dritter Jahrgang, zweiter Heft. Wiesbaden: Julius Niedner, 1863. from Blüthenstrauß christlicher Dichtkunst. Page 25.

1 Randhartinger: "Und Frieden dazu"
2 Randhartinger: "Und Vertrauen dazu"
3 Randhartinger: "Und Hoffen dazu"

8.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Wie schön, wie schön willst du dich schmücken, 
Mein liebes Thal, so spät im Jahr! 
Mit holdem Grün mich noch beglücken, 
Mit zarten Frühlingsblumen gar! 
  Ich ahn' es wohl: so schön, mein Thal, 
  Bist heuer du das letzte Mal! 

Vergessne Lieder singet wieder 
Vom rothen Baum ein Vögelein, 
Und, o! wie schickt die Sonne nieder 
Vom Himmel ihren klarsten Schein! 
  Nicht lächelte so mild ihr Strahl, 
  Wär's heuer nicht das letzte Mal! 

So lau und lieblich wehn die Winde, 
Und alte Träume werden wach, 
Doch sieh, wie sinket von der Linde 
Dort Blatt um Blatt mit leisem Ach! 
  Wie bald, wie bald ist Alles kahl, 
  Doch schön ist's noch das letzte Mal!

Fort träum' ich, fort die schönen Träume, 
Mein Thal, mit dir, und trau' auf Gott, 
Rast auch der Sturm durch alle Bäume, 
Nicht wird mein froher Muth zu Spott! 
  Fort sing' ich bei des Winters Qual: 
  Wie schön war's doch das letzte Mal!

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Im Spätherbst", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 142

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "In late autumn", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 125-126.


10.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Hell durch blätterlose Bäume
Bricht der goldnen Sterne Schein.
Ach, in keine Frühlingsträume
Webt sich mehr ihr Glanz hinein!
  Wonn' um Wonne starb im Thal,
Alles öd und stumm und kahl!
  Um so schöner will die Nacht
Auf die armen, armen Auen
Von dem Himmel niederschauen,
Und entfalten alle Pracht.

  Dicht verhüllt vom Nebel schaurig
Liegt des Thales tiefster Grund,
Seine Klage, todestraurig,
Gibt nur dumpf der Wildbach kund.
  Aber sieh' der Berge Kranz
Plötzlich dort im Mondenglanz!
  Und noch tiefer stets hinab
Will der Silberschimmer fließen,
Und mit [schönstem]1 Licht begießen 
Doppelt reich des Lenzes Grab.

  Nein, o nein! verzage nimmer,
Preise deines Gottes Hand,
Wenn so manchen Glückes Schimmer
Schmerzlich, Seele, dir entschwand!
  Klarer nur des Himmels Pracht
Schaust du in des Leides Nacht,
  Und zum Himmel sich verklärt
Deine Stätte hier auf Erden,
Daß du froh wirst inne werden,
Wie sich Gottes Huld bewährt.

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Herbstnacht", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 152

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission

View text without footnotes

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 133-134.

1 Schletterer: "schönem"

11.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
  Sterbensmatt 
Harrt am Baum das letzte Blatt; 
Mitleidsvoll der Andern Lust und Weh 
Decket längst der tiefe, tiefe Schnee.  

  Voller Pein 
Blieb zurück es ganz allein; 
Und es seufzt:  O könnt' auch ich doch ruhn, 
Ach, was soll ich einsam hier noch thun!  

  Rings um mich 
Still die Welt so schauerlich! 
Und mich mahnt der Wintersonne Glanz 
Nur noch mehr, wie ich verlassen ganz! 

  Todeshauch!   
Komm, gedenke meiner auch! 
Lebe wohl, du holdes Frühlingswehn,   
Mag ein neu Geschlecht den Lenz denn sehn!  

  Und vom Baum 
Sinkt das Blatt als wie im Traum, 
Leise wie ein letzter Odemzug,  --  
Bald verweht's der Sturm in wildem Flug.

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Das letzte Blatt", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 160

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Die poetische Nationalliteratur der deutschen Schweiz. Dritter Band, Glarus: J. Vogel, 1867. Page 284.

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874, mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 140.


12.   [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Über's Schneefeld halle frisch, mein Gesang,
Durch die Stille das schlummernde Thal entlang!
Kein Vöglein mehr singt.
Kein Bächlein mehr klingt.
Um so lauter kling' und schalle mein Lied,
Dem Eiswind zum Trotz, der entgegen dir zieht,
Um so kecker poch', um so frischer, mein Muth,
Um so heißer wall' und woge, mein Blut!  

In der Sonne schimmern und flimmern die Höhn,
Und drunten die Tannen, wie schön, o wie schön!
Kein Zweiglein sich regt
Vom Winde bewegt.
Um so rascher eil' und schreite, mein Fuß,
Wie fernhin dein Tritt erknarren auch muß!  
Ha! dringet der Frost durch Mark auch und Bein,
In das fröhliche Herz dringt er nimmer hinein! 

Und der Himmel da droben, o schau, o schau!
Durchsichtig beinah das kristallene Blau! 
Nur zartester Duft
In goldener Luft.
So freudig blitze, mein Auge, darein,
So klar und frisch soll's im Herzen mir sein,
Soll hallen mein Lied zurück von den Höhn:
Nicht der Frühling allein, auch der Winter ist schön!  

Text Authorship:

  • by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Winterlied", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 165, Basel: Benno Schwabe, first published 1875

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Winter song", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, 1875, page 144.


Gentle Reminder

This website began in 1995 as a personal project by Emily Ezust, who has been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your help is greatly appreciated!
–Emily Ezust, Founder

Donate

We use cookies for internal analytics and to earn much-needed advertising revenue. (Did you know you can help support us by turning off ad-blockers?) To learn more, see our Privacy Policy. To learn how to opt out of cookies, please visit this site.

I acknowledge the use of cookies

Contact
Copyright
Privacy

Copyright © 2026 The LiederNet Archive

Site redesign by Shawn Thuris