Die Mutter blickt den Jüngling an, Im Aug' die Thrän' ihr brennt: "Was Gott thut, das ist wohlgethan, Ob auch sein Will' uns trennt! Das Vaterland ruft dich vom Herd, Die Pflicht ruft, thu' sie recht! So, gürt' dir um des Vaters Schwert, Und Gott beschirm' das Recht!" "Küß' segnend mir die Stirn', so heiß, Und nun kein Seufzen mehr: Wie sehr du mich auch liebst, ich weiß, Noch mehr liebst du die Ehr'. Der Herr, der mich zum Kampf begehrt, Er schützt auch mein Geschlecht. So, gürt' mir um des Vaters Schwert, Und Gott beschirm' das Recht!" Ein Druck, ein Kuß, er zog hinaus, Mit hohem Mut gestählt: Der Erste stets im blut'gen Strauß, Mit Wunden ungezählt; Doch fest, doch fest stand er und unentehrt, Der Pflicht ein treuer Knecht: Der Mutter Fleh'n, des Vaters Schwert Und Gott beschützt das Recht!
1. Des Kriegers Rüstung
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Ludwig Liebe (1819 - 1900), "Des Kriegers Rüstung"
Based on:
- a text in English by Georgina E. Johnstone ( flourished 1870-1890 ) [text unavailable]
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "The soldier's armour", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission