Schlichte Liedlein für vierstimmigen Frauenchor

by Max Zenger (1837 - 1911)

1. Der Frühhahn [sung text not yet checked]

Was hat der Hahn gekräht?
Den Morgen.
Sag' an, o Herz,
Voll Leid und Schmerz,
Was dir den Tag verräth? --
Die Sorgen.

Die Sorgen sind mein Hahn,
Der flattert,
Wenn es nur graut,
Kein Vöglein laut,
Da fängt der Hahn schon an
Und gattert.

Lieb' hat ein Hähnlein roth
Und munter,
Das kräht, wenn fern
Geht Stern an Stern
Still in das Morgenroth
Hinunter.

Leid hat ein Hähnlein grau,
Wie's meine.
Mein Ohr es traf
Im tiefen Schlaf,
Ich schau ins Morgengrau
Und weine.

Authorship:

See other settings of this text.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Frau Holle [sung text not yet checked]

Schneeflocken wirbeln um und um,
Im Garten blüht die Weihnachtsblum,
Frau Holle fährt im Dorf herum --
Schnurre, Rädchen, schnurre!

Der Mond blickt aus [dem Wolkengraus]1,
Weist ihr den Weg zu jedem Haus,
Daß sie die flinksten findet aus --
Schnurre, Rädchen, schnurre!

Bemerkt sie wo noch [einen]2 Schein,
Frau Holle hält und schaut hinein,
Die munter drehn, belohnt sie fein --
Schnurre, Rädchen, schnurre!

Authorship:

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)

Confirmed with Eckart. Ein deutsches Literaturblatt. 3. Jahrgang 1908/1909, Berlin, 1909, page 590.

1 Meyer-Olbersleben: "der Wolken Graus"
2 Meyer-Olbersleben: "hellen"

Researcher for this text: Johann Winkler

3. Das kranke Mägdlein 

Donner in allen Bergen schallt
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship:

See other settings of this text.

4. Barbarazweige [sung text not yet checked]

Am Barbaratage holt' ich
Drei Zweiglein vom Kirschenbaum,
Die setzt' ich in eine Schale:
Drei Wünsche sprach ich im Traum.

Der erste, daß einer mich werbe,
Der zweite, daß er noch jung,
Der dritte, daß er auch habe
Des Geldes wohl genung.

Weihnachten vor der [Mette]1
Zwei [Stöcklein nur blühten]2 zur Frist; --
Ich weiß einen armen Gesellen,
Den nähm' ich, wie er ist.

Authorship:

See other settings of this text.

View original text (without footnotes)

Confirmed with Gedichte von Martin Greif, Zweite stark vermehrte Auflage, Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1881, page 207.

Note (provided by Johann Winkler): On Santa Barbara's day (December 4th), the custom in parts of Germany and Austria was to cut small branches from cherry trees and put them into water; if they blossomed on Christmas eve (as they usually did), that would be considered a good omen for the following year; unwed young women especially might identify different branches with eligible young men and expect the one whose branch blossomed first to marry them the following year.

1 Faisst: "Metten"
2 Faisst: "Stöcklein blühten"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

5. Das Grab der böhmischen Bauerndirne 

Eine Bauerndirn' wollt' einen Grafen han
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship:

6. Die Jungfrau und der Klausner 

Wohin so warm im kühlen Wind
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship:

7. Das Matrosenlieb 

Mein Schatz hat kein Halstuch
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship:

See other settings of this text.

Total word count: 209