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11Jungfräulein, soll ich mit euch gehn„Jungfräulein, soll ich mit Euch geh'n
22in euren Rosengarten,in Euren Rosengarten?
33da wo die roten Röslein stehn,Und da die roten Röslein steh'n,
44die feinen und die zarten,die feinen und die zarten!
55und auch ein Baum der blühet
66und seine Läublein wiegt,Und auch ein Baum, der blühet,
77und auch ein kühler Brunnen,von Ästen ist er weit,
88der grad darunter liegt.und auch ein kühler Brunne,
99der auch darunter leit.“
1010"In meinen Garten kannst du nicht
1111an diesem Morgen früh,„Gut G'sell, darum mich beten hast,
1212den Gartenschlüssel findst du nicht,das kann und mag nicht sein,
1313er ist verborgen hie.du wollest mir zertreten han
1414Er liegt so wohl verschlossen,die liebsten Blümlein mein!
1515er liegt in guter Hut,
1616der Knab darf feiner Lehre,So kehr' nur wieder umhin
1717der mir den Gart'n auftut."und geh' nur wieder heim!
1818Der Knab' darf weiser Lehre,
1919In meines Buhlen Gartender mir den Garten auftut!“
2020da stehn der Blümlein viel,
2121wollt Gott sollt ich ih'r wartenIch ward zu einem Stummen,
2222wohl, das wär mein Fug und Will,vor Scham da stund ich rot;
2323die roten Röslein brechen,bei allen meinen Tagen
2424denn es ist an der Zeit,leid' ich nie größ're Not!
25ich hoff, ich wollt erwerben,
26die mir im Herzen leit.
27
28"Gut G'sell, darum mich beten hast,
29das kann und mag nicht sein,
30du würdest mir zertreten han,
31die liebsten Blümlein mein.
32So kehre nun von hinnen,
33und geh nun wied'rum heim,
34du brächst mich doch zu Schanden,
35fürwahr, das wär nicht fein."
36
37Dort hoch auf jenem Berge,
38da steht ein Mühlenrad,
39das mahlet nichts als Liebe,
40die Nacht bis an den Tag.
41Die Mühle ist zerbrochen,
42die Liebe hat ein End,
43so segn dich Gott, mein feines Lieb,
44jetzt fahr ich ins Elend.

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