by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891)
Bleibe, Herr, o sieh' uns flehen
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Language: German (Deutsch)
Bleibe, Herr, o sieh' uns flehen, Finster bricht die Nacht herein; Wolle nicht von hinnen gehen Jetzt in dieser schweren Pein! Herr, wenn du auch uns verließest, Uns in unsrer Noth verstießest, Ach, wie müßt' uns Armen sein! Bleibe, bleibe, du die Sonne In der tiefsten Dunkelheit; Bleibe, Herr, du unsre Wonne In der bängsten Traurigkeit; Du, im Tod auch unser Leben, Unsre Stärke, wenn wir beben, Unser Heiland jederzeit! Bleibe, bleibe, muß nun dringen Durch die Seel' ein scharfes Schwert; Bleibe, muß in Staub sie ringen, Du, der alles Graun verklärt! Laß uns nicht allein im Jammer, Bleib' in unsrer Trauerkammer, Unser Trost, allein bewährt! Bleib', ach bleib'! Du hast gelitten Tausendfältig selber ja; Liebster Jesu, laß dich bitten, Geh' nicht wieder, bleibe da! Alles, Alles muß uns frommen, Mag das Allerschwerste kommen, Bist nur du, nur du uns nah!
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View text with all available footnotesConfirmed with Friedrich Oser, Kreuz- und Trostlieder, Wiesbaden: Julius Niedner, Verlagsbuchhandlung, 1865, pages 14-15.
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), no title, appears in Kreuz- und Trostlieder, in Erstes Buch, no. 17 [author's text checked 2 times against a primary source]
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