by Karl Egon Ebert (1801 - 1882)
Nachts
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Ein neblig Dunkel herrscht ringsum, Und Alles ruht so todesstumm, Nur träge Eulen hüpfen schwer Auf Zweigen hohler Bäum' umher. Wohin ich scharfen Blickes schau', Ist Alles weitum Grau in Grau, Der Felsen dort, die Quelle hier, Die Blätterdecke über mir. Doch plötzlich durch die Decke bricht In blassen Streifen Mondenlicht Und zitternd spielt der Sterne Schein Durch leichtes Blattgewind herein. Und sausend schwingt der Eulen Chor In hohe Wipfel sich empor, Und heult in Tönen, dumpf und lang, Der Mitternacht den Lobgesang. Lobt Jeder doch, was ihm gefällt, Drum lob' ich mir die ganze Welt, Den Wald vor Allem, der mich freut, In jeder Nacht- und Tageszeit.
View text with all available footnotes
Confirmed with Gedichte von Carl Egon von Ebert. Vollständige Ausgabe in drei Büchern in dritter stark vermehrter Auflage, Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta'scher Verlag, 1845, page 38.
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Confirmed with Gedichte von Carl Egon von Ebert. Vollständige Ausgabe in drei Büchern in dritter stark vermehrter Auflage, Stuttgart und Tübingen, J. G. Cotta'scher Verlag, 1845, page 38.
Text Authorship:
- by Karl Egon Ebert (1801 - 1882), "Nachts", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch. Natur und Liebe. Lieder. Sonette., in Waldlieder, no. 4 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2013-12-26
Line count: 20
Word count: 109