by William Urban (1795 - 1833)
Das Vöglein fliegt zum Neste
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Language: German (Deutsch)
Das Vöglein fliegt zum Neste, Es ist der Tag vorbei; Und all' der Dämm'rung G&aum;ste, Sie kommen nun herbei. Doch kommt auch dort ein Dämmerschein Dein gutes, schönes Engelein! Nun schlaf', mein Kindchen du, Schließ' sanft die Augen zu. Die Fliegen summen leise, Das Feuer knistert schwach: Die Uhr schlägt ihre Weise, -- Es ist fast Nichts mehr wach; Das Mäuschen dort, nur ganz allein, Es rauscht umher im hölzern Schrein. Du böses Mäuschen du, Laß 's Kindlein doch in Ruh'. Das Mäuschen ist nun stille! -- Nun schlaf', mein Kindlein du! Es ist der Mutter Wille, Schließ' sanft die Äuglein zu; Dann blinkt der weiße Abendstern Nochmal so lieb aus weiter Fern. Gut Nacht, lieb Kindchen du, Schließ' sanft die Äuglein zu. Der Vogel und die Fliegen, Das Mäuschen und der Stern: Sie haben in der Wiegen Das Kindlein gar so gern. Noch lieber wirst du dorten sein, Den schönen, guten Engelein! D'rum schlaf mein Kindchen du, Gut Nacht, schlaf' ein, in Ruh'.
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View text with all available footnotesConfirmed with Regensburger Conversations-Blatt (Beiblatt zum Regensburger Tagblatt), ed. by J. Reitmayr, Regensburg: J. Reitmayr, 1859. Appears in Jahrgang 1859, issue no. 4 dated Sonntag 9 January 1859. No pagination: printed on fourth page.
Text Authorship:
- by William Urban (1795 - 1833), "Wiegenlied" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2019-05-31
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