by Helene Freifrau von Thüngen (1844 - 1920)
Gute Nacht
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Language: German (Deutsch)
Am blauen Bergsee an des Ufers Rand, Saß ich mit meinem Mädchen Hand in Hand, Den Rosenstrauß hatt' ich ihr frisch gebracht, Und leise, leise sprach ich: "Gute Nacht!" Auf ihren Wangen lag ein Purpurhauch, Doch eine perlenklare Thräne auch; Sie hat der Worte viele nicht gemacht, Nur leise, leise sprach sie: "Gute Nacht!" Wie lange war ich fort? Ich weiß es kaum, Mir schien die Trennung wie ein böser Traum, Ich hatten draußen weder Rast noch Ruh' Und bald, ja bald trieb's mich der Heimat zu. Am blauen Bergsee an des Ufers Rand, Da lag ein Grab, das ich mit Kummer fand, Den Rosenstrauß hatt' ich ihr frisch gebracht, Und leise, leise sprach ich: "Gute Nacht!"
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
Confirmed with Neue Musik-Zeitung, XIII. Jahrgang, ed. by Dr. Svoboda, Stuttgart-Leipzig: Carl Grüninger, 1892, issue no. 10, page 112.
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- by Helene Freifrau von Thüngen (1844 - 1920), "Gute Nacht" [author's text checked 1 time against a primary source]
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