by Georg Christian Dieffenbach (1822 - 1901)
Der Sperling
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Language: German (Deutsch)
Du liebes, kleines Spätzlein du, Dort auf dem dürren Ast, Warum schreist du denn immerzu,-- Ach! weil du Hunger hast!-- Der liebe Gott hat zugedeckt Die Berge und das Thal, Und unter weißen Schnee versteckt Die Körnlein allzumal! Der liebe Gott doch an dich denkt,-- Komm Spätzlein, komm zu mir; Mir hat er Brot genug geschenkt, Davon geb ich auch dir! So komm nur her, Grauröcklein du, Gott hat es dir geschickt; Friß dich hier satt in guter Ruh, Nur fleißig aufgepickt! Was klopfs't du an das Fensterlein? Dich friert es sicherlich; So komme hurtig doch herein Und wärm' beim Ofen dich. Husch! husch! - da fliegt es wieder hin, Wohl in die weite Welt, Und flattert mit vergnügtem Sinn Durch's weiße, kalte Feld. Der liebe Gott gibt alle Tag Ihm gern sein Bischen Brot, So daß es nicht verhungern mag Auch in des Winters Noth!
K. Kern sets stanzas 1-5
Confirmed with Kinder-Lieder von G. Ch. Dieffenbach, Mainz: Verlag von C.G. Kunze, 1854, pages 86-87
Text Authorship:
- by Georg Christian Dieffenbach (1822 - 1901), "Der Sperling", appears in Kinder-Lieder, in 2. Lieder und Bilder aus der Natur, no. 81 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2016-04-12
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