by Georg Christian Dieffenbach (1822 - 1901)
Der Abend
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Language: German (Deutsch)
Der Abend ist gekommen, Das Glöcklein ruft zur Ruh, -- Der Hirte mit den Schäflein Zieht froh dem Dorfe zu. Er singt mit heller Stimme Ein fröhlich Gotteslied Daß durch die stillen Fluren Es weithin schallend zieht. Der Bauer treibt vom Felde Die Kühe still nach Haus; Die Mutter an dem Herde Kocht schon den Abendschmaus. Die Taube fliegt zum Schlage, Das Huhn schläft schon im Stall; -- Ein Sternlein seh' ich blinken, -- Und still wird's überall! Das Vöglein in dem Walde Schlüpft müde in sein Nest; Das Kindlein in der Wiegen, Das schläft schon süß und fest. Der Abend ist gekommen, Das Glöcklein rief zur Ruh, Und Alles nah und ferne Schließt müd die Augen zu. Nur Gott der treue Hüter, Der schläft und schlummert nicht, Sein Aug' ist nie geschlossen, Ist ewig wach und licht. Er sendet tausend Engel Wohl in der stillen Nacht, Die halten bei den Frommen Auf Erden treue Wacht. Sie decken mit den Flügeln Die Kindlein schützend zu, Sie singen holde Träume Und bringen süße Ruh!
K. Kern sets stanzas 1, 3-9
Confirmed with Kinder-Lieder von G. Ch. Dieffenbach, Mainz: Verlag von C.G. Kunze, 1854, page 113-114
Text Authorship:
- by Georg Christian Dieffenbach (1822 - 1901), "Der Abend", appears in Kinder-Lieder, in 3. Lieder und Bilder aus dem Menschenleben, no. 98 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
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