by Leopold Feldmann (1802 - 1882)
Serenade eines Eifersüchtigen
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Language: German (Deutsch)
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Schläfst Du, mein Liebchen? Morpheus senke sanfte Ruhe nieder Auf die geschlossenen Augenlieder sic! Ich breite die Arme zum Sternenzelt: Schläfst Du, mein Mädchen, so schläft ja die Welt. Doch der Mond ist so bleich, scheint so betrübt; Ich eifre, glaube, daß selbst er Dich liebt, Die Sternchen sind blaß, blinken so todt: Tröstende Blässe, die Liebe ist roth! Schläfst Du schon, Liebchen? Süße Träume mögen Dich umgaukeln, In frohe Paradieses-Wonne schaukeln. Ich richte die Blicke zum Sternenzelt: Schläfst Du, mein Mädchen, so schläft ja die Welt. Doch was seh' ich! Sich färben am Aether Der Wolken luftige Räume röther, Es sehnt sich nach Dir das himmlische Reich: Tröstende Röthe, die Sehnsucht ist bleich! Schläfst Du schon, Liebchen? -- Der neue Tag juble Dir entgegen, Bringe Dir der Treue reichsten Segen! Ich sende Gebete zum Sternenzelt: Schläfst Du, mein Mädchen, so schläft ja die Welt; Doch der blasse Geselle wirft seinen Schein Gerade zu Dir ins Fenster hinein, Schläfst Du gewiß? -- Ruhe in Frieden! Tröstender Schlaf, Himmel hienieden!
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Der Bazar für München und Bayern, Nro. 261 (6. November 1833), page 1047.
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- by Leopold Feldmann (1802 - 1882), "Serenade eines Eifersüchtigen" [author's text checked 1 time against a primary source]
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