by Franz Xaver Seidl (1845 - 1892)
So oft auf Blütenspur heran
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Language: German (Deutsch)
So oft auf Blütenspur heran Der Frühling kam mit Prangen, Bin ich glücksel'ger Jägersmann Froh durch den Wald gegangen. Die Veilchen sproßten rings am Bach, Dort stand auf duft'ger Halde Das Försterhaus mit dem weißen Dach Mitten im grünen Walde. Wie ging ich jenen Weg so gern, Trotz Wind und Sturmeswehen, Wenn ich mein holdes Ziel von fern Im dunklen Tann gesehen. Mein ganzes Glück ward allgemach Und all' mein Sehnen balde Das Försterhaus mit dem weißen Dach Mitten im grünen Walde. Versteckt in Reb' und Rosen war Ein Fensterlein zu schauen, Dort grüßte sie mich immerdar, Die lieblichste der Frauen. Gar manches süße Wort sie sprach Und selig war ich balde Beim Försterhaus mit dem weißen Dach Mitten im grünen Walde. Doch ach! es hat nicht sollen sein, Die Stunde rief zum Scheiden, -- So soll Das Angedenken Dein Mich überall geleiten. Die heiße Sehnsucht zieht Dir nach, Schwand auch der Traum so balde, Du Försterhaus mit dem weißen Dach Mitten im grünen Walde!
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View text with all available footnotesConfirmed with Franz Xaver Seidl, Vergissmeinnicht, Regensburg: Alfred Coppenrath, 1879, pages 56 - 57. Appears in Bilder und Blätter.
Text Authorship:
- by Franz Xaver Seidl (1845 - 1892), "Lied des Jägers", appears in Vergissmeinnicht. Lieder und Gedichte, in Bilder und Blätter [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2021-05-19
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