by Julius Waldemar Grosse (1828 - 1902)
Erste Liebe
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Language: German (Deutsch)
So hat noch Niemand mit mir gethan. An beiden Händen faßt' er mich an Und schaute mir in die Seele So unwiderstehlich, so tief hinein, Als wollt' er schau'n, wo ein Fältelein Ihm etwas noch verhehle. So hat noch Niemand mich gefragt; Was ich gejubelt, was ich geklagt, Das ruht nun in seinem Herzen. Die ganze Welt ward mir zum Traum: Bin ich es selbst noch, ich weiß es kaum, Mich blendet's wie Weihnachtskerzen. So hat auch noch Niemand mich geküsst, Nicht Vater, noch Mutter beim heiligen Christ. Nach all den bunten Geschenken! Doch alle nun gäb' ich mit Lächeln hin, So fröhlich ist mir, so selig zu Sinn Darf ich an ihn nur denken!
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Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Geschichte der deutschen Literatur mit ausgewählten Stücken aus den Werken der vorzüglichsten Schriftsteller von Heinrich Kurz, 4. Bd., Leipzig 1872
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- by Julius Waldemar Grosse (1828 - 1902), "Erste Liebe" [author's text checked 1 time against a primary source]
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