by Karl Christian von Tenner (1791 - 1866)
Der Plagegeist
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Language: German (Deutsch)
Es war einmal ein Bauer am Rhein, den drückte der Alp Jahr aus Jahr ein. Bei Gott, bin das Ding jetzt müd' und satt! Will sehen, welcher Satan so lieb' mich hat! Als der Geist nun leis' in der nächsten Nacht durchs Schlüsselloch wieder die Fahrt gemacht, der Bauer, der war auf seiner Hut, er schlang ohne Zaudern die Decke gut. Hab' ich dich erwischt, du verwegener Wicht? Komm, lass dich beschauen beim Mondenlicht! Potz Donner und Blitz! Ein Pantoffel schwer! Gut, gut, sollst mich nimmer pantoffeln mehr! Flugs zog er Hammer und Nagel herfür und schlug den Pantoffel, klipp klapp, an die Tür. Da hänge nunmehr, meine nächtliche Plag', und zapple nach Lust bis zum jüngsten Tag! Doch was fand der Bauer am Morgen vor? Festgenagelt sein Weib mit einem Ohr. Da ward's bei ihm Tag wir durch Zauberschlag, da wusst'er, wo der Has' im Pfeffer lag.
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Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Gedichte von Karl Christian Tenner, Darmstadt, 1870.
Text Authorship:
- by Karl Christian von Tenner (1791 - 1866), "Der Plagegeist" [author's text checked 1 time against a primary source]
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