by Karl Wilhelm Kirsch (b. 1801)
Das Leben ein Traum
Language: German (Deutsch)
Ich weilte in der Liebe Au'n, wo wir nur Paradiese schau'n; dies alles schwand wie Wellenschaum, das Leben ist ja nur ein Traum! Mir strahlte Hoffnung Sonnenglanz, die Stirn umwand ein Blumenkranz ihr Stern verglomm im Wolkensaum; das Leben ist ja nur ein Traum! Die Frühlingstage schwanden schnell dahin, und Schmerz und Wehmut trübten meinen Sinn. Entblättert steht der Liebe Myrtenbaum; wohl ist das Leben nur ein Traum! Es ist ein Traum; wenn einst die Sonne sinkt, das Herz nicht mehr aus Sehnsucht Wonne trinkt, dann flüstert's tröstend aus dem Sternenraum: Das Leben war ja nur ein Traum!
View text with all available footnotes
Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Moderne Streifzüge in Poesie und Prosa von Karl Wilhelm Kirsch, Leipzig, 1846.
Text Authorship:
- by Karl Wilhelm Kirsch (b. 1801), appears in Moderne Streifzüge in Poesie und Prosa [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-07-30
Line count: 16
Word count: 100