by Franz Bernhard Heinrich Wilhelm, Freiherr von Gaudy (1800 - 1840)
Ständchen in Rom
Language: German (Deutsch)
Der Mond ist untergegangen, kein Sternlein hellt die Nacht; vor seiner Liebsten Fenster hält treu Angiolo Wacht. Ein Band von blauer Seide kauft' er am heut'gen Tag im Ghetto von den Juden, die Gott verdammen mag. Wie zierlich soll die Schleife an deiner Schulter steh'n, wenn aus der Porta Pia wir nach der Vigne geh'n! Den Saltarello tanzet doch keine so wie du, und keiner schlägt die Zither so schön als ich dazu. Am nächsten heil'gen Tage, da woll'n wir glücklich sein, doch öffne jetzt das Pförtchen und lass den Freund herein!
Note: This text reflects attitudes and assumptions of its historical period and contains language, ideologies, stereotypes, or themes that may be offensive. It is included for scholarly and educational purposes.
View text with all available footnotesConfirmed with Franz Freiherrn Gaudys poetische und prosaische Werke. Neue Ausgabe, 3. Band, Berlin, 1853.
Text Authorship:
- by Franz Bernhard Heinrich Wilhelm, Freiherr von Gaudy (1800 - 1840), "Ständchen in Rom" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-07-31
Line count: 20
Word count: 93