by Ludwig Carl Eberhard Heinrich Friedrich von Wildungen (1754 - 1822)
Zum Wald, zum Wald da steht mein Sinn
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Language: German (Deutsch)
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Zum Wald, zum Wald da steht mein Sinn
So einzig, ach, so einzig hin!
Da lebt man glücklich, frei und froh,
Und nirgends, nirgends lebt man so!
Geliebter Forst, mit mir vertraut,
Wie mit dem Bräutigam die Braut,
Dich sing ich nur, dir bleib' ich treu,
Denn ewig bist du schön und neu.
Schön bist du, wenn der Lenz dich schmückt,
Dein junges Grün mein Aug' entzückt,
Und deiner Sänger Lied erschallt,
Daß froh das Echo wiederhallt.
Im heißen Sommer such' ich dich,
Dann birgt dein kühler Schatten mich,
Dann labt im traulichen Gebüsch
Mich manches Quellchen, kühl und frisch.
Im Herbste prangst du, schön schattirt,
Mit neuen Reizen ausgeziert,
Bis Boreas, der dich entlaubt,
Dich deines letzten Schmucks beraubt.
Doch auch im Winter lächelst du
Dem rüst'gen Jäger freundlich zu,
Wenn Schnee, der nur den Weichling schreckt,
Des Wildes Fährten ihm entdeckt.
O! wunderselig ist der Mann,
Der deinem Dienst sich weihen kann.
Mir Glücklichen ward dieses Heil
Nach langem Schmachten noch zu Theil.
Im selbsterzog'nen Lerchenhain
Soll einst mein stilles Grabmal seyn;
Zum Wald, zum Wald da steht mein Sinn
So einzig -- ach, so einzig hin!
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View text with all available footnotesConfirmed with Wald und Wild. Allgemeines Liederbuch für Deutschlands Forst- und Weidmänner, Kiel: Universitäts-Buchhandlung J.C.F. von Maack, 1827, pages 16-17.
Text Authorship:
- by Ludwig Carl Eberhard Heinrich Friedrich von Wildungen (1754 - 1822), no title, appears in Wald und Wild. Allgemeines Liederbuch für Deutschlands Forst- und Weidmänner [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2015-06-09
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