by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874)
Morgen müssen wir verreisen
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Morgen müssen wir verreisen Und es muss geschieden sein. Traurig ziehn wir unsre Straße, Lebe wohl, mein Schätzelein! Lauter Augen, feucht von Tränen, Lauter Herzen voll von Gram: Keiner kann es sich verhehlen, Dass er schweren Abschied nahm. Kommen wir zu jenem Berge, Schauen wir zurück ins Tal, Schau'n uns um nach allen Seiten, Sehn die Stadt zum letzten Mal. Wenn der Winter ist vorüber, Und der Frühling zieht ins Feld, Will ich werden wie ein Vöglein, Fliegen durch die ganze Welt. Dahin fliegen will ich wieder, Wo's mir lieb und heimisch war. Schätzlein, muß ich jetzt auch wandern, Kehr' ich heim doch über's Jahr. Über's Jahr zur Zeit der Pfingsten Pflanz' ich Maien dir ans Haus, Bringe dir aus weiter Ferne Einen frischen Blumenstrauß.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Dr. Heinrich Gerstenberg (Hrsg.), Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke, 3. Bd.: Lyrische Gedichte, Berlin, 1891.
Text Authorship:
- by August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798 - 1874), "Morgen müssen wir verreisen", appears in Lyrische Gedichte, in Volksleben, in Allerlei Klänge aus dem Volksleben, in Wanderlieder, no. 5 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Bertram Kottmann , Johann Winkler
This text was added to the website: 2004-06-13
Line count: 24
Word count: 129