by Samuel Haberstich (1821 - 1872), as Arthur Ritter
Als ich ein Hirtenbube noch war
Language: German (Deutsch)
Als ich ein Hirtenbube noch war, Auf Simmenthals Alpen, so grün, Mit krausen Haaren und Augen klar, Mocht' gern ich die Halden durchziehn. Wie sangen im nahen, im duftigen Wald, Die Vöglein so lieblich,so schön! Bald Kukuksrufen und Amselschlag bald, Durchwoben mit Glockengetön. Dazu mein Jodeln: Juchhei, Juchhei, Juchhei, tralali holihu! Das war ein Singen, so frisch und so frei; Die Kühe, sie horchten mir zu; Sie kannten die Stimme, sie kannten mein Lied, Es kannten's die Vöglein im Tann. -- O weh, daß ich fort aus dem Simmenthal schied, Aus der Alpen heimischem Bann! Schon längst ist die Zeit nun, die schöne vorbei, Verklungen der Vöglein Gesang, Verklungen mein Lied -- nur im lustigen Mai Des Lebens mein Jodeln erklang. Und doch, noch hör' ich im Stillen -- zumal, Sehn' ich den Bergen mich zu -- Erklingen im Herzen, erklingen im Thal Mein alt Tralali holihu!
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Frühlingsgruß. Arthur Ritters ausgewählte Dichtungen, mit einer biographischen Skizze von J.C. Ott, Herausgegeben zu Gunsten der Familie Arthur Ritters von seinen Freunden, Bern: Druck von Rieder & Simmen, 1872, pages 139-140.
Text Authorship:
- by Samuel Haberstich (1821 - 1872), as Arthur Ritter, "Des Simmenthalers Buben Heimweh" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2026-09-22
Line count: 24
Word count: 148