by (Ferdinand August) Otto Heinrich, Graf von Loeben (1786 - 1825)
Der Jüngling jagt durch die Felsenkluft
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Language: German (Deutsch)
Der Jüngling jagt durch die Felsenkluft, Ihm brennen die Lippen, die Wangen, Und rastlos sucht er, und schaut, und ruft Kein Wesen enthüllt sein Verlangen. Die Echo gibt ihm sein Wort zurück, Doch flieht er ihr leeres Gewimmer; Die Ferne tritt nicht vor seinen Blick, Und hört den Bittenden nimmer! Er nimmt die Laute mit leiser Hand, Sein Busen wird weiter und freier, Und Himmelstöne, ihm unbekannt, Entlockt er der zitternden Leier. Und nicht mehr schweifet der Blick so wild, Die Qualen des Tiefsten entweichen; Er schaut der Fernen verklärtes Bild -- Nur kann er sie hier nicht erreichen!
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View text with all available footnotesConfirmed with Abend-Zeitung: Intelligenzblatt für Literatur und Kunst, ed. by [Karl Gottfried Theodor Winkler as] Theodor Hell, Dresden: Arnoldische Buch- und Kunsthandlung, 1806, page 114. Appears in issue no. 29, dated 9 April 1806.
Text Authorship:
- by (Ferdinand August) Otto Heinrich, Graf von Loeben (1786 - 1825), "Sehnsucht" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2021-12-25
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