by Karl August Friedrich von Witzleben (1773 - 1839), as A. v. Tromlitz
In der Hand die Himmelsgabe
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Language: German (Deutsch)
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In der Hand die Himmelsgabe schwebt die Liebe sanft hernieder, und ihr rosiges Gefieder deckt das wunde Herz; aber aus dem stillen Grabe steigt sie himmelwärts. Wonne, Sehnsucht und Entzücken reichet sie mit sanften Händen, auch den Kummer muß sie spenden, Trennung, Qual und Schmerz; ach! die Rose, die wir pflücken, drückt den Dorn ins Herz. Fühllos auf dem Göttersitze knickt die Zeit die holde Rose, und sie sinkt, die Blüthenlose, welk und hingestreut -- doch des Dornes scharfe Spitze schmerzt für Ewigkeit. Schwebe hin, du Himmelsgabe, nur für meine süßen Lieder samml' ich deine Blüthen wieder, nicht für dieses Herz; nur im finstern öden Grabe heilet Liebesschmerz.
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View text with all available footnotesConfirmed with Sämtliche Schriften von A. von Tromlitz, Zweite Sammlung, Siebenundzwanzigstes Bändchen, Das Carnaval. Ritter Franz, Dresden und Leipzig: in der Arnoldischen Buchhandlung, 1836, pages 169-170.
Text Authorship:
- by Karl August Friedrich von Witzleben (1773 - 1839), as A. v. Tromlitz, no title, appears in Ritter Franz, first published 1822 [author's text checked 2 times against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2006-06-25
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