by Albert Zeller (1804 - 1877)
Nur keinen Abschied meine Lieben!
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Language: German (Deutsch)
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Nur keinen Abschied meine Lieben! Noch einen Blick und Druck der Hand! Das Beste ist uns doch geblieben, Der Glaube an Ein Heimathland, An eine Nähe unsrer Geister, An ein Verständniß klar und tief, An Einen Herrn und Einen Meister, Der liebend uns zusammenrief. Es eilt das Schiff mit Adlersflügeln Hinab mit uns des Lebens Strom, Vorbei an Schlössern, Städten, Hügeln, Vorbei an manchem hohen Dom, Vorbei an mancher lichten Blume, An manchem Stein der Herrlichkeit, An trauter Stätte Heiligthume, An manchem Grab und manchem Leid. Hier stößt ein Nachen von dem Strande Und legt mit neuen Pilgern an, Schnell weben sich der Freundschaft Bande; Doch alte Freunde nimmt der Kahn: Ein ewig kommen, ewig Gehen, Ein Wechsel voller Lust und Leid, Ein Lebewohl auf Wiedersehen, Ein Lebewohl auf Ewigkeit; Doch wie der Sonne letzte Strahlen, Wenn sie sich neigt am Himmelszelt, Am herrlichsten und schönsten malen Die wundervolle Gotteswelt, So leuchtet in den letzten Blicken Die Lieb am mächtigsten empor Trotz allen irdischen Geschicken Und öffnet uns des Himmels Thor.
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View text with all available footnotesConfirmed with Albert Zeller Lieder des Leids, Fünfte stark vermehrte Auflage, Berlin: Druck und Verlag von Georg Reimer, 1865, pages 1-2.
Note: Lang's published score only contains lines 1-16. The complete text is, however, found on three of her four manuscript copies of the song.
Text Authorship:
- by Albert Zeller (1804 - 1877), no title, appears in Lieder des Leids, no. 1 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2006-12-13
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