by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894)
Sei stolz, mein Lieb!
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Mein Lieb! wenn dir die schnöde Welt Mit Thränen nezt die süßen Wangen, So kehr' in dich und denke mein, Bis all dein Leid in Luft vergangen. Stolz wie mit Lorbeerschmuck ein Held Kannst du mit deiner Liebe prangen -- Sei stolz, mein Lieb! du darfst es sein. Gleich einer Krone trag' den Hohn, Und hast du Alles hingegeben, So hat dir Niemand zu verzeihn, Du würfelst um dein eignes Leben. Die Liebe hat den höchsten Thron, Die uns so herrlich will erheben -- Sei stolz, mein Lieb! du darfst es sein. Das steht in keines Menschen Macht, Das lebt in uns was uns beglücket; Und waltender Gestirne Schein, Der wandelt ob uns unverrücket. Daß uns kein König gleicht an Pracht, So hat die Liebe uns geschmücket -- Sei stolz, mein Lieb! du darfst es sein.
View text with all available footnotes
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Text Authorship:
- by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894), "Sei stolz mein Lieb" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2009-09-13
Line count: 21
Word count: 134