by Otto von Wenckstern (1819 - 1869)
Vergebliche Wünsche
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Language: English
Ich möchte dir so gerne sagen, wie lieb du mir im Herzen bist, und wie ich alles will ertragen, doch nur nicht, dass du mein vergisst. Du stehst so hoch in meiner Liebe, dass dich die Sprache nie erreicht; das ist's, warum ich mich betrübe, und meine Wang' in Sorg' erbleicht. Ich möchte dir so gerne schauen in deine dunkeln Augenstern' so himmlisch hold, so voll Vertrauen. Dir bleibe alles Böse fern. Und deine Lippen möcht' ich küssen, doch ferne muss ich von dir steh'n und darf dich nur von Weitem grüßen und nur von Weitem auf dich seh'n. Könnt' ich an deinen Lippen hangen und sterben Aug' in Aug' mit dir, mir würde vor dem Tod nicht bangen; was hab' ich außer dir noch hier? So aber muss ich um dich klagen, weil es mir ganz unmöglich ist, es mit der Sprache dir zu sagen, wie lieb du mir im Herzen bist.
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
Confirmed with Gedichte von Otto von Wenckstern, Frankfurt am Main, 1845.
Text Authorship:
- by Otto von Wenckstern (1819 - 1869), "Vergebliche Wünsche" [author's text checked 1 time against a primary source]
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