by Gustav Falke (1853 - 1916)
Trommler, laß dein Kalbfell klingen
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Language: German (Deutsch)
Trommler, laß dein Kalbfell klingen, Und, Trompeter, blas darein, Daß sie aus den Betten springen, Mordio, Michel, Mordio! schrein. Tuut und trumm, tuut und trumm, Zipfelmützen ringsherum. Und so geh ich durch die hellen, Mondeshellen Gassen hin, Fröhlich zwischen zwei Mamsellen, Wäscherin und Plätterin: Links Luischen, rechts Marie, Und voran die Musici. Aber sind wir bei dem Hause, Das ich euch bezeichnet hab, Macht gefälligst eine Pause, Und seid schweigsam wie das Grab! Scht und hm, scht und hm, Sachte um das Haus herum. Meine heftige Henriette Wohnt in diesem kleinen Haus, Lärmen die wir aus dem Bette, Kratzt sie uns die Augen aus. Scht und hm, scht und hm, Sachte um das Haus herum. Lustig wieder, Musikanten! Die Gefahr droht nun nicht mehr; Trommelt alle alten Tanten Wieder an die Fenster her! Tuut und trumm, tuut und trumm, Zipfelmützen ringsherum. Ja, so geh ich durch die hellen, Mondeshellen Gassen hin, Fröhlich zwischen zwei Mamsellen, Wäscherin und Plätterin: Links Luischen, rechts Marie, Und voran die Musici.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gustav Falke, Ausgewählte Gedichte, herausgegeben von Karl-Maria Guth, Berlin: Die Sammlung Hofenberg, Verlag der Contumax GmbH & Co., 2019, pages 79-80.
Text Authorship:
- by Gustav Falke (1853 - 1916), "Nachtwandler", appears in Deutsche Chansons, in Brettl-Lieder, ed. by O. J. Bierbaum, Berlin-Leipzig, first published 1900 [author's text checked 2 times against a primary source]
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