by Heinrich Schütz (1798 - 1880)
Weit in der Ferne wandr' ich allein
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Language: German (Deutsch)
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Weit in der Ferne wandr' ich allein, Kann mich der trauten Heimath nicht freun; Über Geklüfte geht meine Bahn, Gründe voll Grausen gähnen mich an: Doch es umschwebt mich überall mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! Ragend an Wolken führt mich mein Weg Über der Ströme schwindelnden Steg, Hoch auf der Gletscher eisigem Feld Schau ich tief unten sonnig die Welt. Hier auch umschwebt mich wonnig und mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! Tief in des Thales schaurige Schlucht, Wie zu des Sees bewimpelter Bucht, Hin durch der Wüste glühenden Sand Hatt' ich die leichten Schritte gewandt: Doch, wo ich weilte, umschwebte mich mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! Und auf des Oceans wogender Flut, Wie in des Wetters verheerender Wuth, Selbst in des Urwalds pfadlosem Raum, Wie an des Himmels entferntestem Saum: Überall seh' ich wonnig und mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! Mag ich nun tausend Meilen weit gehn, Überall glaub' ich die Holde zu sehn, Überall wähn' ich bei ihr zu sein, Und sie begleitet mich Land aus und ein: Denn es umschwebt mich überall mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! So will ich weiter und weiter denn ziehn, Länder und Meere wallend durchfliehn, Immer doch bleib' ich, wo ich auch sei, Ihr und der Heimath hold und getreu: Denn mich umschwebt ja so wonnig und mild Meiner Geliebten zaubrisches Bild! --
C. Keller sets stanzas 1-3, 5
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View text with all available footnotesConfirmed with Heinrich Schütz, Vermischte Gedichte, Carlsruhe: Im Selbstverlag des Verfassers so wie in Commission bei G. Holtzmann, 1841, pages 26-27
Text Authorship:
- by Heinrich Schütz (1798 - 1880), "Der Wandrer" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Research team for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler
This text was added to the website: 2016-03-30
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