Noch weiden die Heerden am Felsenhang
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Language: German (Deutsch)
Noch weiden die Heerden am Felsenhang, Noch tönte wetteifernd der Vögel Gesang, Noch jauchzen die Schnitter sich zu; Doch bald naht der Abend in feuriger Pracht, Ihm folget die stille, die heilige Nacht, Und bringet das Leben zur Ruh: Zur Ruh, zur Ruh, Zur süßen, erquickenden Ruh. Es leuchten die Gletscher im Abendschein, Es hüllen die Thäler in Nebel sich ein, Es schließen die Blumen sich zu; Von Alpe zu Alp' tönt des Kuhreigens Klang, Es ziehen die Hirten mit fröhliche Sang Ins dämmernde Thal nun zur Ruh: Zur Ruh, zur Ruh, Zur süßen, erquickenden Ruh. Es steigen die Sterne am Himmel herauf, Und wandeln den alten urewigen Lauf, Und blinken liebkosend sich zu; Es tanzen die Elfen beim Mondenschein Auf grüner Matte den luftigen Rhein, Und gehen dann still auch zur Ruh: Zur Ruh, zur Ruh, Zur süßen, erquickenden Ruh.
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View text with all available footnotesConfirmed with Eduard Siegel, Gedichte, Leipzig: Julius Hebenstreit, 1854, pages 12 - 13.
Text Authorship:
- by Eduard Siegel , "Abendruhe" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2021-05-08
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