by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Es schleicht ein zehrend Feuer
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Language: German (Deutsch)
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Es schleicht ein zehrend Feuer Durch mein Gebein; Mein Schatt' ist mir nicht treuer Wie diese Pein. Ich höre die Stunden ziehen Trüben Gesichts; Sie kommen, weilen, fliehen -- Und ändern nichts. Der Sommer kommt gegangen, Mir ist's wie Traum; Am Busch Wildröslein hangen, Ich acht' es kaum. Es schlagen die Nachtigallen In Wald und Plan; Laß schallen, laß verhallen! Was geht's mich an? Ich fühle nur das eine In meinem Sinn: Daß ich von dir, du Reine, Geschieden bin. Mein Schatt' ist mir nicht treuer Wie diese Pein; Und zehrend schleicht das Feuer Durch mein Gebein.
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Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Meiden" [author's text checked 1 time against a primary source]
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