by Helene Luise Elisabeth zu Mecklenburg-Schwerin, Prinzessin (1814 - 1858)
Wer einsam steht im bunten Lebenskreise
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Wer einsam steht im bunten Lebenskreise Und was das Leben teuer macht, verlor, Wie bebt sein Herz, trifft eine liebe Weise Aus ferner Jugendzeit sein horchend Ohr. Willkommen Töne! Eures Hauches Fächeln Weckt eine schlummernde Gedankenwelt, Verweinte Augen lernen wieder lächeln, Die düst're Stirn ist plötzlich aufgehellt. Der Zephyr, der in reichen Blütendüften Des Orients sich hin- und hergewiegt, Verbreitet Balsamhauch noch in den Lüften, Wenn schon die Blume welk am Boden liegt. So lebt, ist auch der Traum des Glücks entschwunden, Erinnerung im Hauche der Musik; Ein kleines Lied aus jenen bessern Stunden Bringt uns die alte Seligkeit zurück. Musik, Du Mächtige, vor Dir entschwindet Der armen Sprache ausdrucksvollstes Wort; Warum auch sagen, was das Herz empfindet, Tönt doch in Dir die ganze Seele fort. Der Freundschaft Worte haben oft gelogen, Es täuscht die Liebe durch Beredsamkeit ; Musik allein hat nie ein Herz betrogen Und viele tausend Herzen hocherfreut.
C. Loewe sets stanzas 1-4
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesText Authorship:
- by Helene Luise Elisabeth zu Mecklenburg-Schwerin, Prinzessin (1814 - 1858), "Musik" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 161