Die Sterbende
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Mutter! Mein blasses Gesicht, nennt es den Bräutigam nicht, den ich so eben gesehen hier an dem Krankenbett stehen; mir, der erkorenen Braut hat er ganz heimlich vertraut: "Unter den Schlumm'rern in Frieden hab' ich ein Bett dir beschieden, Brautkleid und Blumen dazu, legst du dich nieder zur Ruh'." Seine Gesellen, die sind gleich mit dem Meister gesinnt, schaufeln und graben die Stätte, machen und richten das Bette, kommen und holen die Braut; Mutter, o Mutter, mir graut! Fruchtlos mit Zittern und Beben kämpf' ich um's schwindende Leben, näher noch dringet und droht es fasst und umschlingt mich -- der Tod.
View text with all available footnotes
Research team for this page: Bertram Kottmann , Johann Winkler
Confirmed with Wiener Zeitschrift für Kunst, Literatur und Theater und Mode. Auf Kosten des Herausgebers Johann Schickh, 1833, Viertes Quartal, page 1153.
Text Authorship:
- by Florentin, Freiherr von Drechsel , "Die Sterbende" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Bertram Kottmann , Johann Winkler
This text was added to the website: 2020-03-29
Line count: 20
Word count: 103