by Pauline Schanz (1828 - 1913)
Verstohlen See original
Language: German (Deutsch)
Wie sind die Stunden so trüb, so trüb,
bis die Strahlen der Sonne verglühten!
Es zählet die Nacht die verschwiegene Lieb'
zu ihren duftigsten Blüten!
Wenn im flüsternden Mailaub der Zephyr erwacht,
sich heimliche Küsse zu holen,
mein Liebster, dann komm in den Garten sacht,
verstohlen.
Wenn das Mondlicht wandelt geisterhaft leis'
in den düster umschatteten Gängen,
wenn die Jasminblüten am schwanken Reis
voll tauiger Tropfen hängen,
wenn müde sich wiegen die Falter der Nacht
auf träumerisch blassen Violen,
mein Liebster, dann komm in den Garten sacht,
verstohlen.
...
Composition:
- Set to music by Max Zenger (1837 - 1911), "Verstohlen", op. 76 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 2, published 1893, stanzas 1-2 [ voice and piano ], Nürnberg, Schmid
Text Authorship:
- by Pauline Schanz (1828 - 1913), "Verstohlen"
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Researcher for this page: Johann Winkler
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