by J. A. Gering
Mädchen und Rosen See base text
Language: German (Deutsch)
Mädchen und Rosen, ich bin euch so hold, schätz' euch viel höher als Perlen und Gold! Mädchen und Rosen, blickt lieblich mich an, bin euch d'rum bis in den Tod zugetan. Euch hat ein gütiger Himmel gegeben, mir zu verschönern das irdische Leben. Mädchen und Rosen, in Zierden so reich, Töchter der Hebe, in Würden euch gleich, schmücket die Schöpfung mit göttlicher Pracht, schaffet, dass alles sich liebet und lacht. Sind nicht die lieblichsten Freudengenüsse Blumengerüche und Jungfrauenküsse? Rosen, ihr locket das Kindlein schon an; Mädchen, ihr lockt noch den fühlenden Mann! Rosen, ihr pranget auf sicherem Thron, Mädchen, ihr traget der Schöpfungen Kron'! Rosen, ihr spendet mir duftende Kränze, Mädchen, erfreut mich durch fröhliche Tänze. Mädchen, wem gleicht euer küsslicher Mund? Rosenkelch nur, der so voll ist und rund. Rosen, und euer verwundender Dorn? Zärtlicher Mädchen erglühendem Zorn. O Zentifolien, hundert Geschlinge hat auch das Mädchenherz, das ich besinge! Rosen, ihr kränzet des Mägdeleins Haar zwischen den Lilien an Hymens Altar; Rosen, ihr blüht noch an Mägdeleins Gruft, opfert der Freuden balsamischen Duft. Ja, will Verwesung und Tod triumphieren, streuen die Blätter aufs Grab die Zephyren. Rosen, euch zeugete Siriusglut, d'rum sind die Söhne Apollos euch gut. Mädchen, ihr traget der Grazien Bild, darum nenn' ich euch auch freundlich und mild, dien' euch im Tempel Cupidos und Florens, Fürstinnen von dem Geblüte Aurorens!
Note for stanza 4, line 4: there is a grammatical error in the Heuschkel score: "erglühendem" appears erroneously as "erglühender".
Composition:
- Set to music by Johann Peter Heuschkel (1773 - 1853), "Mädchen und Rosen"
Text Authorship:
- by J. A. Gering
Go to the general single-text view
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-06-06
Line count: 36
Word count: 225