by Auguste Kühn (b. 1795)
Language: German (Deutsch)
Du warst mit mir, o Gott, in jenen Stunden, wo schwer die Brust vom finster'n Gram gedrückt; es hat das Herz voll brennend heißer Wunden vergebens nicht zu dir nach Trost geblickt. Du warst mit mir! Du hörtest, was ich flehte, du hieltest mich auch in des Kampfes Nacht. So sei dir jetzt im heißen Dankgebete der Seele frommes Opfer dargebracht. Du bist mit mir! Ich fühl's am stillen Frieden, der sanft auf mich von oben niedertaut. Was schaden Feinde dem, der dir hienieden mit Kindessinn und festem Mut vertraut? Ich fühle tief dein wunderbares Walten und fürchte nicht, was nah' mir oder fern, denn in des Lebens wechselnden Gestalten strahlt mir des Glaubens wandelloser Stern. O sei mit mir auch in den künft'gen Tagen, die deine Vaterhuld mir noch verleiht! Lass mich mit Demut jedes Glück ertragen und mit Ergebung jede böse Zeit. Und wird dereinst das ird'sche Dasein sinken, das letzte Glück so wie der letzte Schmerz, dann folg' ich freudig deiner Liebe Winken, und selig sinkt das Kind ans Vaterherz.
Composition:
- Set to music by G. Wichtl , "Dank"
Text Authorship:
- by Auguste Kühn (b. 1795), "Dank"
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Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-10-24
Line count: 24
Word count: 174
