by Robert Reinick (1805 - 1852)
Im stillen Grunde Matches original text
Language: German (Deutsch)
Am Rosenstrauch im stillen Grund Ein Waldbach zog vorüber. Das Röslein hatt' so roten Mund, Der Bach er schaut' herüber. Er blinkt' und winkt' ihm fort und fort, Das Röslein war so glücklich dort In seinem stillen Grunde. -- Da schlich der Bach sich leis' heran Und schwätzt' in süßen Weisen, Manch lockend Verslein hub er an Vom Wandern und vom Reisen, Von neuer Lust an neuem Ort. "Ach!" seufzt' das Röslein, "könnt' ich fort Aus diesem stillen Grunde!" Das Röslein neigt' zum Bach sich vor. Wollt' immer mehr noch wissen; Der Bach, er flüstert' ihm ums Ohr, Vom Flüstern kam's zum Küssen, Und Blick um Blick, und Wort um Wort, Bis er geküßt das Liebchen fort Aus seinem stillen Grunde. Das Röslein mit dem falschen Bach Ist in die Welt geschwommen Und ist zuletzt mit Weh und Ach Verblichen und verkommen. -- Du armes schönes Röslein du, So fand dein Herz doch endlich Ruh In einem stillen Grunde!
Composition:
- Set to music by Joseph (Gabriel) Rheinberger (1839 - 1901), "Im stillen Grunde", op. 80 no. 1 (1874) [ SATB chorus ], from Liebesgarten. 5 Gesänge für Sopran, Alt, Tenor und Bass, no. 1, Leipzig, Forberg
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), "Im stillen Grunde"
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