Tanzlied
Language: German (Deutsch) 
Feurige Herzen 
und kühler Wein!
Spielt mir ein Tänzel 
und schenkt mir ein!

Wie ich mich drehe, 
dreht sich die Welt,
bald um die Ehre, 
und bald um's Geld;

Bald um die Liebe 
und bald um's Brod, 
endlich da dreht sich's 
nur um den Tod.

Willst du noch heuer 
ein Mädel frei'n,
sei ja dein Mädel 
recht hübsch und klein!

Denn von dem Uebel, 
sagt unser Pfarr,
nimm dir das Kleinste, 
sonst bist ein Narr.

Spiel' mit dem Leben, 
so spielt's mit dir.
Wem ich gefalle, 
gefällt auch mir.

Geld in der Tasche, 
das macht Beschwer;
bin ich zufrieden, 
was brauch' ich mehr?

Sing' ich ein Liedel 
vor Ungemach,
pfeifen die Vögel 
mir spöttisch nach. 

Aber zum Liedel 
aus Fröhlichkeit
wünschen die Vögel 
mir: gute Zeit!

Aus ist das Tänzel, 
die Tasch' ist leer,
bin ich zufrieden, 
was brauch' ich mehr?

Confirmed with Gedichte von Hoffmann von Fallersleben. Zehnte Auslage. Berlin. F. Fontane & Co. 1904.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-07-12
Line count: 40
Word count: 141