by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)

Und wieder treibt es in den Tannen
Language: German (Deutsch) 
Und wieder treibt es in den Tannen 
Und wieder lockt's vom blauen Zelt,
Ein Flügeldehnen, Segelspannen
Geht ungeduldig durch die Welt.

Die muntre Schwalbe zwitschert helle
Ihr Wanderlied im Sonnenstrahl,
Der Eisblock spielt dahin als Welle, 
Die Schneekluft wird zum Blütenthal.

Aufs neue strebt mit kühnem Steuer
Nach fernem Glück die Sehnsucht fort; 
Verschwiegne Liebe brennt wie Feuer 
Und stammelt sacht ihr erstes Wort.

O Hoffnung, Muse dieser Tage, 
Berührst du sanft mein Saitenspiel, 
Daß ich den Klang noch einmal wage,
Der meinem Volk einst wohlgefiel?

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Confirmed with Spätherbstblätter von Emanuel Geibel, Stuttgart, Verlag der J. G. Cotta'schen Buchhandlung, 1877, page 3.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2018-06-25 00:00:00
Last modified: 2018-06-25 23:30:39
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