by Jakob Janitschka (1801 - 1841) and by Johann Janitschka (b. 1797)

Unser Ziel
Language: German (Deutsch) 
Es fliegen die Stunden, wer holet sie ein,
und trüg' ihn des Adlers Gefieder?
Wir schauen erstaunt in den Sturm hinein,
 und denken: Wann kehren sie wieder?
Doch keine kehrt wieder, sie fluten hinab
in ein nimmer sich öffnendes Grab.

Es tanzet der Frühling durch seinen Mai
voll Jubel und fröhlicher Lieder,
nicht ahnt er die Kürze, mit Jünglingstreu'
stimmt er in den Sang froher Brüder.
Bald führt in die lockende Liebe hinan, hinan
auf des Geschickes umstürmte Bahn.

Noch lacht ihm so hold die gestirnte Nacht
Bei schmetternden Nachtigallklängen,
sie wecken dir süße Gefühle mit Macht,
 die Fluten zum Herzen sich drängen;
bald flieht, ach! der schöne Traum so weit,
und mit ihm die süße, die gold'ne Zeit.

Doch was uns die Not des Lebens nicht raubt,
ist der Hoffnung siegender Schimmer,
ein ahnendes Herz, das an Edleres glaubt,
erschüttern nicht irdische Trümmer,
drum richtet den Blick zu den Sternen hinauf,
hinauf geht unser Vollendungslauf!

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bertram Kottmann

This text was added to the website: 2020-05-13
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