by Max Wilhelm Götzinger (1799 - 1856)

Sehnsucht nach dem Landleben
Language: German (Deutsch) 
Auf's Land, auf's Land, da steht mein Sinn
so einzig, ach, so einzig hin!
Da lebt sich's gut, da lebt sich's froh,
und nirgends, nirgends lebt sich's so.
Da schlägt im Mai die Nachtigall,
da rauscht und tanzt der Wasserfall,
da gleitet friedlich und gemach
Im Wiesengrund der Silberbach.
Auf's Land, da steht mein Sinn
so einzig hin!
Da lebt sich's gut, da lebt sich's froh,
und nirgends, nirgends lebt sich's so.

Da sprossen Blümchen gelb und blau
und weiß und rot auf grüner Au,
da ladet mich der Schattenhain
in sein verschwieg'nes Dunkel ein.
Da winkt die Laube von Jasmin,
wo Veilchen rings und Rosen blüh'n,
da würzt der Bäume Blütenduft,
des Flieders Hauch die Abendluft.
Auf's Land, da steht mein Sinn etc.

Da wiegt in manchen süßen Traum
der Rasenstelle weicher Saum;
da lauscht der Mond des Müden Ruh'
so freundlich durch die Pappeln zu.
Da kennt man nicht der Mode Zwang,
nicht Launenspiel und Grillenfang,
da trübt nicht Spott, Betrug und Neid
den Himmel der Zufriedenheit.
Auf's Land, da steht mein Sinn etc.

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-10-20
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Word count: 176